
Im Juli jeden Jahres treffen sich rund 5000 junge Leute aus fast allen europäischen Ländern an einem jährlich wechselnden Ort zu Europas größtem Folklorefest - der Europeade. In traditionellen landestypischen Trachten wird fünf Tage lang gemeinsam getanzt, gesungen, musiziert und gefeiert.
Ziel der Europeade ist es, in Frieden, Freiheit, gegenseitigem Verständnis und Respekt die kulturelle Eigenständigkeit der Regionen Europas in ihrer Vielfalt und Individualität zu pflegen und zu bewahren sowie im Zeichen des europäischen Geistes in eine große multikulturelle und traditionsbewusste Gemeinschaft einzubringen.
Die Europeade hat unsere Gruppe nachhaltig geprägt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Teilnahme für uns fester Bestandteil und einer der Höhepunkte des Jahresprogramms. Seit 1987 waren wir fast immer dabei...
2009 Kleipeda, Litauen
2008 Martigny / Valais, Schweiz
2007 Horsens / Jylland, Dänemark
2006 Zamora / Castilla y Leon, Spanien
2004 Mayo / Irland (Zusatzfestival für ausgewählte Gruppen)
2004 Riga / Lettland
2003 Nuoro / Sardinien, Italien
2002 Antwerpen / Flandern, Belgien
2001 Zamora / Castilla y Leon, Spanien
2000 Horsens / Jylland, Dänemark
1999 Bayreuth / Franken, Deutschland
1998 Rennes / Bretagne, Frankreich
1997 Martigny / Valais, Schweiz
1996 Turin / Piemonte, Italien
1995 Valencia / Spanien
1994 Frankenberg / Hessen, Deutschland
1993 Horsens / Jylland, Dänemark
1991 Rennes / Bretagne, Frankreich
1990 Valladolid / Castilla y Leon, Spanien
1989 Libourne / Aquitanien, Frankreich
1988 Antwerpen / Flandern, Belgien
1987 München / Bayern, Deutschland
Umso bedauerlicher ist es, dass die geplante Wiederholung

dieser fantastischen Veranstaltung in Frankenberg im Sommer 2005 politischen Machtkämpfen und Versäumnissen des städtischen Trägers bei der Vorbereitung und Finanzierung des Events zum Opfer fiel und letztlich rund drei Jahre nach Vertragsabschluss zwischen der Stadt Frankenberg und dem Internationalen Europeade Komitee im Mai 2004 kurzer Hand mit fragwürdigen Begründungen wieder abgesagt wurde, ohne die lange vereinbarte Realisierung des Festivals auch nur ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Statt einer soliden Finanzierung auf Basis der festen Teilnehmerbeiträge sowie breitem ehrenamtlichem Engagement und zusätzlichem Sponsoring wurde letztlich Schadensersatz in sechsstelliger Höhe an das Europeade Komitee gezahlt. Als jahrzehntelange stolze kulturelle Botschafter unserer Heimat in Europa macht uns dieser unrühmliche Auftritt Frankenbergs und seiner politischen Mandatsträger bis heute traurig und wütend zugleich.